März 2025
Anfang März war es so weit: Der Nordwestmonsun beruhigte sich, einige nahezu windstille Tage standen vor der Tür und wir hatten uns mal wieder eine Insel der Outer Islands als Ziel gesetzt – Île Platte. Die Insel war bis vor Kurzem unbewohnt und unbebaut, bis im Januar 2024 ein Luxushotel eröffnete: das Waldorf Astoria. Erst seitdem ist Île Platte überhaupt für Touristen zugänglich. Die Korallen, Fische und Schildkröten gelten hier als besonders unberührt – Grund genug also, sich selbst ein Bild davon zu machen.
Leider bietet die Insel nicht besonders viel Schutz, doch wir hatten Glück mit Wind und Swell und konnten einige sehr ruhige, sonnige Tage genießen. Die Überfahrt dauerte rund 20 Stunden – ein schöner Segeltag, alles verlief ohne Zwischenfälle. Etwas müde erreichten wir am Morgen Île Platte und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Ankerplatz. Wir mussten uns relativ weit von der Insel entfernt legen, dennoch war das Wasser dort bereits recht flach. Zudem standen uns große Unterschiede zwischen Ebbe und Flut bevor.
Wir hatten im Vorfeld ein Permit erworben, um die Insel betreten zu dürfen. Kaum angekommen, wurden wir von Mitarbeitern des Waldorf Astoria empfangen, die uns bei der Suche nach einem guten Ankerplatz leider wenig hilfreich zur Seite standen, dafür aber sehr genau erklärten, was alles nicht erlaubt ist. In Desroches darf man sich mit einem Permit beispielsweise auch in der Hotelanlage bewegen – auf Île Platte hingegen nicht. Alternativ könne man einen Daypass für 500 € pro Person erwerben, den Pool nutzen und damit auch ein Dinner reservieren. Sehr nett, aber: Nein danke.
Damit blieben im Grunde nur die Strände – die auch hier öffentlich sind – der Runway 🤪 und natürlich die Schnorchelspots. Die Flut stand relativ hoch und stellenweise war kaum noch Strand übrig. Außerdem ist das Wasser rund um Île Platte sehr flach, der Sand teilweise schlammig und voller Stachelrochen. Dafür wirkt die Insel mit ihren tiefhängenden Palmen unglaublich wild und unberührt – und trotz allem hat sie uns sehr gut gefallen.
Das absolute Highlight waren jedoch die Schnorchelspots. Natürlich sind diese nirgendwo eingezeichnet, aber nach ein paar sehr netten Gesprächen mit den Angestellten des Waldorf Astoria fanden wir schließlich sowohl den Manta Spot als auch die Fish Bowl – und es war großartig! Der Manta Spot ist eine große Korallenformation, um die riesige Mantas ihre Kreise ziehen. Mit diesen majestätischen Tieren zu schwimmen und zu schnorcheln und die bis zu sieben Meter großen Rochen aus nächster Nähe zu beobachten, ist ein absolut einzigartiges Erlebnis.
Auch die Fish Bowl hat uns begeistert: Die Artenvielfalt war verblüffend, die Menge der Fischschwärme beeindruckend und die Klarheit des Wassers schlichtweg 1A. Wir verbrachten unglaublich viel Zeit im Wasser und segelten schließlich erst eine Woche später wieder zurück nach Mahé. ⛵️






















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