April 2025
Endlich ist es so weit â wir haben lange darauf gewartet und nun ist alles vorbereitet: Wir segeln nach Alphonse! đ
Lion hat sich schon einiges zurechtgelegt: etwas zum Malen, zum Spielen und zum Bauen. Mittlerweile weiĂ er genau, dass zwei Tage und zwei NĂ€chte eine lange Zeit sind und man sich gut beschĂ€ftigen muss. Kiara kommt ebenfalls mit â wir sind also zu dritt und können uns nachts in Dreistundenschichten abwechseln, sodass jeder ungefĂ€hr sechs Stunden Schlaf erhĂ€lt.
Wir legten ab. Die Windvorhersage sah gut aus, und die Sonne schien uns entgegen. Die tatsÀchlichen WindverhÀltnisse verlangten uns jedoch einiges ab, denn der Wind blieb alles andere als konstant. Wir hatten so viele Segelwechsel, dass es irgendwann richtig anstrengend wurde: Wir rollten das Leichtwindsegel aus, kurz darauf flaute der Wind komplett ab und wir mussten den Motor starten und das Segel wieder einrollen. Oder ein Squall nÀherte sich und wir wechselten vom Leichtwindsegel auf die Fock.
Nachts hingegen waren die Bedingungen deutlich stabiler. Der Himmel war klar und wir tanzten unter dem Sternenhimmel, um wĂ€hrend unserer Schicht wach zu bleiben. Es war ein unbeschreibliches GefĂŒhl, nachts am Steuerstand zu stehen und das Boot Richtung Alphonse zu lenken.
Alles lief diesmal reibungslos und 54 Stunden spĂ€ter lieĂen wir den Anker in der Lagune fallen. Der Islandmanager begrĂŒĂte uns herzlich, und schon am nĂ€chsten Tag erkundeten wir mit unserem Permit die Insel. Lion nahm sein Fahrrad mit â auch hier gab es fantastische Wege!
Bereits am ersten Tag lernten wir Zane kennen, einen Seychellois von Praslin. Lion und er wurden sofort Freunde: Sie sammelten Federn der Fregattvögel, veranstalteten Einsiedlerkrebse-Rennen und spielten Uno. Oft begleitete uns Zane mit dem Fahrrad und redete dabei mindestens genauso viel wie Lion đ.
Nach einigen Tagen ankerten wir um und legten uns direkt an die Einfahrt, um Schnorcheln zu gehen. Die Korallen waren wunderschön und die Korallen bei Ebbe sehr flach – ideal um auch mit Lion schnorcheln zu gehen. Wir starteten am Riffpass, lieĂen das Dinghy mit uns treiben und schwammen mit der Strömung in die Lagune hinein. Es war ein Erlebnis wie kein anderes â die Fische waren zum Teil riesig, die Korallen beeindruckend und die Artenvielfalt ĂŒberwĂ€ltigend. Definitiv eine der besten Schnorchelerlebnisse unseres Lebens. đ
Neben Alphonse liegen noch Bijoutier und Saint François. Auch diese Inseln erkundeten wir und brachten unseren Katamaran nahe an Bijoutier. Das Gebiet war riesig und obwohl wir kurz zuvor auf ein gröĂeres Dinghy mit 18 PS upgegradet hatten, konnten wir nicht jeden Winkel erreichen. Die Schnorchelspots dort kamen zwar nicht an Alphonse heran, doch die weitlĂ€ufigen SandbĂ€nke waren faszinierend und unglaublich schön.
Wir verbrachten einige Tage in diesem Gebiet und kehrten anschlieĂend noch einmal nach Alphonse zurĂŒck, um dort die Zeit am Strand zu genieĂen und Lions Fahrrad zu nutzen.
Nach insgesamt zehn Tagen machten wir uns auf die halbe Strecke zurĂŒck Richtung MahĂ© â genauer gesagt nach Desroches. Die Insel habe ich euch schon in einem der letzten Artikel beschrieben: feiner Sand, kristallklares Wasser und ein sehr schickes Hotel – das Four Seasons. Doch Lion freute sich vor allem auf etwas ganz Besonderes â seine Freundin Johanna segelte mit ihrer Familie ebenfalls fĂŒr ein paar Tage nach Desroches.
Wir haben die Rotomacs letztes Jahr auf den Seychellen kennengelernt. Sie lebten seit 20 Jahren auf einem Segelboot und bereisten zahlreiche LĂ€nder. Lion und Johanna wurden schnell sehr gute Freunde â wir segelten oft gemeinsam durch die Inner Islands, ankerten nebeneinander, und die Kinder spielten stundenlang zusammen. Bald werden sie nach Madagaskar segeln und dort ein Jahr bleiben. Umso schöner war die gemeinsame Zeit in Desroches: im Wasser, beim Fahrradfahren, beim Schnorcheln mit Schildkröten und groĂen Adlerrochen â und dazu diese traumhaften SonnenuntergĂ€nge. Es war wirklich wundervoll! đ§Ą
Unsere letzte Station unseres Outerislandtrip hieĂ Poivre. Die Ăberfahrt von Desroches dauerte nur wenige Stunden â wir waren noch nie zuvor dort, doch schon der erste Eindruck war einzigartig! Die Outer Islands der Seychellen sind Koralleninseln und nicht wie die Inner Islands aus Granit. Daher sind sie komplett flach. In der Lagune von Poivre liegt ein kleiner Mangrovenwald, den man mit dem Dinghy erkunden kann. Das Schnorcheln ist wunderschön und auch hier kann man sich mit der Strömung entlang der Korallen treiben lassen. Das Fischen ist dort ebenfalls der Hammer!
Wir waren begeistert von den Outer Islands. Obwohl wir nur ein wenig Obst und GemĂŒse aus Desroches dabei hatten â und in Poivre lediglich ein paar Limetten und Eier von der Insel ergattern konnten â blieben wir fast einen Monat in diesem abgeschiedenen Gebiet. Das Wasser war glasklar, die SchnorchelausflĂŒge traumhaft, die StrĂ€nde einsam und die Vegetation völlig anders als alles, was wir auf den Seychellen bisher gesehen hatten.
Kiara integrierte sich in dieser Zeit wunderbar in unsere kleine Crew. Lion spielte unglaublich gern mit ihr und sie war eine liebevolle, fröhliche und ausgeglichene Begleiterin, die genauso viel Freude am Schwimmen und Tauchen hatte wie wir â perfekt fĂŒr unser Bootsleben! đ
Es war eine unvergessliche Zeit auf den Outer Islands â und eines ist sicher: Wir kommen wieder. đ
ÂÂÂÂÂSieh dir diesen Beitrag auf Instagram anÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂ
ÂÂÂÂÂSieh dir diesen Beitrag auf Instagram anÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂ
ÂÂÂÂÂSieh dir diesen Beitrag auf Instagram anÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂ
ÂÂÂÂÂSieh dir diesen Beitrag auf Instagram anÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂ
ÂÂÂÂÂSieh dir diesen Beitrag auf Instagram anÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂÂ









































































Leave a reply